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Kunst-LK Exkursion zur neuen Mannheimer Kunsthalle

Wir, der Kunst Lk aus der MSS 12 und der MWS Landau, haben am 26.9.2018 mit unserem lieben Kunstlehrer Herrn Burghardt die Kunstausstellung in der Kunsthalle in Mannheim besucht.

Durch unsere kompetente Führerin der Abendakademie haben wir die wichtigsten Ausstellungsstücke vorgestellt bekommen. Diese Informationen wollen wir natürlich mit der Schulgemeinschaft teilen!

Zuerst etwas zur Architektur und dessen Hintergrund: das Gebäude hat eine quadratische Form und soll der sogenannten „Quadratstadt Mannheim“ gleichen. Innenräumlich herrscht eine hohe Transparenz, d.h. die Wände sind sehr hoch und tragen große Fenster mit Blick nach außen auf die Stadt. In dem Gebäude sind mehrere würfelförmige Räume, die schmucklos und weiß gestaltet sind, in denen die Werke nach Bedeutung und nicht nach Entstehungsdaten angeordnet sind. So einen Raum bezeichnet man auch als White Cube. Auf Deutsch werden daher die Kunstwerke in verschiedenen Kuben (Kubus 1,2,…) präsentiert. 

Bei unserem Rundgang haben wir zuerst eine Installation einer Uhr betrachtet, während wir über die besondere Architektur gesprochen haben. Diese war mit einem riesigen Stein in der Luft beschwert und drehte sich gefährlich über unseren Köpfen im hohen Verbindungsraum zwichen dem alten und dem neuen Teil des Museums. Wir gingen zügig in den historischen Teil des Museums weiter.

Die erste plastische Figur, der Fisch von Brancusi, ist eine Reduktion zur Abstraktion, also die Details fallen weg und lassen einen großen Interpretationsfreiraum. Die Figur ist blank poliert, sodass sich der Betrachter, sowie der Raum, in dem Werk spiegelt. Sie steht auf einem Marmorsockel und so auch auf gleicher Höhe wie der Betrachter. Dies ermöglicht eine frontale Sicht und es kann von allen Seiten beobachtet werden. Früher standen plastische Figuren höher und waren übermenschlich groß, um die Überlegenheit zu verdeutlichen. So fühlte sich der Betrachter schlechter und unwichtiger.

Dann gingen wir beeindruckt in den neuen Teil hinüber.

Im Kubus eins haben wir ein historisches Ölgemälde von Eduard Monet betrachtet. Die Gegebenheit, genannt L’exécution de l’empereur Maximilien (1868-1869), zeigt den Moment vor dem Schuss. Mexikanische Soldaten in französischer Uniform erschießen Kaiser Maximilian von Mexiko. Die Farbe wurde lose gesetzt und löst sich von der Form. Der Künstler wurde deshalb auch als Fleckenmaler bezichtigt. Aus der Ferne jedoch kann man die Darstellung als Ganzes erkennen. Der Kaiser wurde zwar links im goldenen Schnitt gemalt, ist aber trotzdem Nebensache. Das empörte Volk steht hier im Mittelpunkt.

Danach, im Kubus 0, betrachteten wir das Gemälde Möwenflug (1957) von Max Ernst. Mit ihm begann etwas ganz Neues. Er gibt das nicht Sichtbare wieder, um das Unbewusste zu zeigen.

Im selben Kubus besprachen wir das Gemälde Pope II (1951) von Francis Bacon. Erstmal sahen wir uns die Lebenslage des Künstlers an, um das Gemälde zu verstehen. Francis Bacon wurde 1906 in Irland geboren und ist in einem katholischen Elternhaus aufgewachsen. Mit 16 outet er sich als homosexuell. Sein Vater schmeißt ihn wegen des Religionsproblems aus dem Haus. Er geht nach London, wo er zum Säufer und spielsüchtig wurde. Er hatte viele Liebhaber und war außerdem ein Workaholic. Sein kleines Atelier war ein Schweinestall. Dieser drastische Lebenswandel, der Verlust an den Glauben und der Autoritätsperson, musste er irgendwie verarbeiten. Sein Vorbild für sein Werk war Diego Velasquez, der den Papst ebenfalls gemalt hat. Es gibt Ähnlichkeiten, jedoch ist die Aussage anders. Er hat ihn im goldenen Schnitt gemalt, elegant, seiner Pflicht bewusst und seiner Bedeutung entsprechend überdimensional. Bacon jedoch malte den Papst nicht im goldenen Schnitt und auch nicht im Zentrum des Gemäldes, klein und gekrümmt auf seinem unstabilen Stuhl sitzend, von dem man nur seinen Thron vermuten kann. In dieser Situation sieht er ganz und gar nicht würdevoll aus. Eher verloren und aufgelöst. Sein schreiender Gesichtsausdruck verstärkt diese Behauptung. Sein Gesichtsausdruck zeigt Angst, evtl. davor, seine Autorität gegenüber seines Volkes zu verlieren. Sein Oberkörper ist gut erkennbar, sein Unterkörper jedoch nicht. Er vermischt sich mit seinem Thron und dem Zimmer, das ebenfalls nur angedeutet ist. Durch den dunklen vertikalen Duktus scheint er aus dem Bild herauszufallen. Dies erzeugt Unruhe, Dynamik und Hektik. Zu seiner Zeit war die Kirche ein sehr präsentes und wichtiges Thema. Es zeugt von Mut, diese zu kritisieren und zu hinterfragen.

Diese Bild ist mir am intensivsten im Gedächtnis geblieben.

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Natürlich gab es noch viele weitere interessante Werke, die wir aus zeitlichen Gründen aber leider nicht mehr angucken konnten. Jedoch werden wir sicher wieder kommen und dies tun!

   

Ankündigungen  

   

Unsere neue Fassade  

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