Durch Experimente und Modelle dem Teilchenmodell auf der Spur

Experimente im naturwissenschaftlichen Unterricht sind nichts Außergewöhnliches. Dass jede Schülerin und jeder Schüler selbstständig und in Einzelarbeit jeden Tag experimentieren kann, ist jedoch etwas Besonderes. In den letzten Wochen hatten die achten Klassen des ESGs in gleich drei Doppelstunden die Möglichkeit sechs Experimente durchzuführen und anschließend die Ergebnisse mit Modellen zu deuten. Im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit der Universität Koblenz- Landau unterstützten die Achtklässler*innen Doktorand Tobias Przywarra von der Arbeitsgruppe Chemiedidaktik in Landau bei seiner Doktorarbeit.

Ziel der Doktorarbeit ist es, die Wirkung unterschiedlicher Modelle auf die Lernenden zu untersuchen. Zu diesem Zweck wurden die Klassen mit Fragebögen sowohl zu ihrem Wissensstand als auch zu ihrer Motivation und ihrem Interesse befragt.
„Die Ergebnisse der Experimente konnten wir auf der Stoffebene beobachten. Jetzt schauen wir uns mit den Modellen an, wie man sich das Ganze auf der Teilchenebene vorstellt.“, erklärte Tobias Przywarra.
Dabei arbeiteten die Klassen mit unterschiedlichen Modellen. Die Klassen 8a und 8b bekamen Tablets mit Augmented-Reality Modellen an die Hand. Die Klasse 8c arbeitete sich die Deutung mittels spezieller haptischer Modelle, anhand derer die Phänomene auf der Teilchenebene interaktiv von den Schülerinnen und Schülern nachgestellt werden konnten. Die Klasse 8d deutete die Versuchsergebnisse mithilfe von eigens für dieses Projekt entwickelten Legebildern.
Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Chemielehrer war durchweg positiv. „Es ist schon eine besondere Chance für uns alle, dass wir an einem solchen Projekt teilnehmen können. Zum einen konnten die Schüler*innen und Schüler noch mehr schöne und spannende Experimente als im regulären Unterricht machen. Zum anderen ist es für uns Lehrer eine Entlastung, da der Unterricht über die Projektzeit hinweg komplett von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universität durchgeführt wurde.“, bestätigt Dr. Michael Barry, Chemielehrer der Klassen 8b und 8d.
Mit welchem Modelltyp die Schülerinnen und Schüler am Ende am liebsten oder besten gelernt haben, wird sich jedoch erst am Ende der Studie in den Ergebnissen zeigen.
Ein besonderer Dank gilt dem Team des Projekts DiAmant, sowie der Graduiertenakademie Bildung·Mensch·Umwelt für die Ermöglichung dieses Projekts.

T.Przywarra